UnAuf in der Türkei

Zwischen den Visionen – Wie tickt die junge Generation in der Türkei? 
Reportagereise der UnAufgefordert in die Türkei.

In der öffentlichen Wahrnehmung gilt die Türkei nach wie vor als Auswanderungsland – ein Vorurteil, das der modernen Türkei und ihrer Rolle als Partner Europas kaum gerecht wird.

Die UnAufgefordert berichtet deshalb – nach ihren erfolgreichen Recherchen in Frankreich und Ungarn im Jahr 2011 – erstmals aus der Türkei. Junge Journalisten recherchieren vor Ort, wie sich innenpolitische und gesellschaftliche Debatten auf das Leben in der Türkei auswirken – mit besonderem Fokus auf politischem und gesellschaftlichem Engagement der jungen Generation sowie der politischen Kultur an Universitäten.

Die Redaktion will untersuchen, wie  innenpolitische und gesellschaftliche Aspekte von ihren türkischen Kommilitonen wahrgenommen werden und wie sich die innergesellschaftlichen Debatten auf das Leben der jungen Generation an den Hochschulen auswirkt.

Die UnAufgefordert setzt damit auf journalistischer Ebene einen Dialog fort, der durch den Studiengang German Turkish Masters Program in Social Sciences (GeT MA) der Humboldt-Universität zu Berlin und der Middle East Technical University in Ankara auf wissenschaftlicher Ebene bereits begonnen wurde und durch die Reportagereise um eine persönliche Perspektive ergänzt werden soll.

– Wir planen Begegnungen mit Beteiligten aus beiden Ländern, in deutscher und türkischer Sprache.

– Darüber hinaus interessiert uns die Lage der Frau: Sind türkische Frauen im Allgemeinen und türkische Studentinnen im Besonderen gleichberechtigt? Haben sie die gleichen Bildungs- und Lebenschancen wie ihre männlichen Konkurrenten?

– Außerdem wollen wir uns mit der Frage beschäftigen, wie Transmigranten zweiter und dritter Generation die Situation in der Türkei aus ihrer Zwischenposition heraus bewerten. Auch wollen wir mehr über ihr Leben und ihre Motive erfahren und darüber, wie sie die Zukunft ihres Landes gestalten wollen.

Ein zentraler Anknüpfungspunkt ist ferner die Teilnahme an der internationalen Konferenz Contemporary Turkish Studies at a Glance – Topics, Institutions and Perspektives an der Istanbul Bilgi Universität. Das Ziel dieser Konferenz – den Austausch zwischen Organisationen und Wissenschaftlern der Turkish Studies aus Deutschland und der Türkei zu intensivieren und zentrale Forschungsfragen zu diskutieren – bietet unseren Redakteuren die Möglichkeit, einen Einblick in die aktuellsten Forschungsdebatten zu gewinnen und vor diesem Hintergrund differenziert über das Land zu berichten.

Mit diesen Schwerpunktsetzungen erwarten wir uns einen komplexen Einblick in die innergesellschaftliche Dynamik der Türkei und hoffen somit, zu einem differenzierten Türkeibild in der Öffentlichkeit beitragen zu können.

Dieses Projekt wurde ermöglicht mit freundlicher Unterstützung der Friede-Springer-Stiftung.

Die UnAufgefordert ist die Studierendenzeitung an der Humboldt-Universität. Erstmals erschienen am 17. November 1989 – wenige Tage nach dem Fall der Berliner Mauer. Seitdem arbeiten Studierende hier ehrenamtlich und sorgen für 8 Ausgaben im Jahr. Die UnAufgefordert bietet eine erste journalistische Station für viele junge Kollegen, die danach in allen großen Verlagshäusern und Rundfunksanstalten Deutschlands ihren Weg finden.

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